Vorträge Tipp

Ein neues Menschenrecht wurde deklariert

Lexikon | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Am 6. Dezember findet die Tagung "Zugang zu Wasser als Menschenrecht" im Wiener Rathaus statt, die von Südwind und der Stadt Wien (Magistratsdirektion Auslandsbeziehungen) veranstaltet wird. Wasser ist Leben und die Grundlage jeder Entwicklung. Und am 28. Juli 2010 wurde das Recht auf reines Wasser und Sanitätsversorgung von der Uno zum Menschenrecht erklärt. Aber Wasser wird immer mehr zur reinen Handelsware, wobei saubere Wasservorkommen knapper und knapper werden. Nun stellt sich die Frage, ob ein Gut, zu dem der Zugang ein Menschenrecht ist, privatisiert werden? Wer bestimmt, ob und wie mit Wasser gehandelt werden darf? Wie verändert sich die Welt bei einer weiteren Verknappung von sauberem Wasser? Welche Auswirkungen hat das auf uns und die Menschen in den Ländern des Südens?

Im Rahmen der Tagung "Zugang zu Wasser als Menschenrecht" sprechen Experten aus zahlreichen Branchen und Ländern über dieses Menschenrecht und zeigen auf, wo der Ausverkauf des Wassers am schlimmsten ist. Darüber hinaus werden die Wasser-Leitlinien der OEZA vorgestellt, und eine Auswahl der viel versprechendsten Entwicklungsprojekte wird präsentiert. Und natürlich wird die Runde aus Politik, Wissenschaft und Medien am Podium über das heikle Thema "Privatisierung von Wasser" diskutieren.

Als Referenten oder Podiumsgäste werden unter anderem erwartet: Uwe Hoering (Experte zu entwicklungsund umweltpolitischen Fragen), Mrs. Suman (im Vorstand von FIAN Indien und Expertin zum Thema Menschenrechte), Walter Kling (Geschäftsführer IAWD, Gebietsleiter Wien der Wiener Wasserwerke), Udo Maurer (Filmemacher), Helmut Jung (Wasserexperte der OEZA), Klaus Kastenhofer (Geschäftsführer Global 2000). SK

Rathaus, Wappensaal, Mo 14.00-20.30


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