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Einfach kompliziert: "Der letzte schöne Herbsttag"

Lexikon | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Seine Wurzeln gehen auf die Franzosen zurück, vor allem auf Eric Rohmer, doch zum eigenständigen Genre entfaltet hat sich "Quasselfilm" erst im deutschen Arthouse der Nullerjahre. Nach dem Kassenerfolg von Maren Ade ("Alle anderen") setzt nun Ralf Westhoff mit "Der letzte schöne Herbsttag" komödiantisch noch eins drauf, indem er Claire (Julia Koschitz) und Leo (Felix Hellmann) nach "Herzblatt"-Art abwechselnd direkt in die Kamera sprechen lässt: über die Eigenarten des jeweils anderen, über ihre Beziehung, über den schönsten Tag, den sie miteinander verbracht haben. Das ist flott in Szene gesetzt, gut gespielt, aber vor allem exzellent geschrieben. "Du bist kompliziert", sagt Leo zu Claire, "der Rest ist einfach." Ein Film für daheim zum Nachspielen, wenn man will. MO

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