Europas gescannte Grenze

Politik | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Für die Überwachung seiner Außengrenzen gibt die EU Milliarden aus. Wie die Slowakei Flüchtlinge von Österreich fernhält

Reportage und Fotos: Marion Bacher

Nun sind sie deutlich zu sehen, die fünf Unbekannten, die in dieser kaltnassen Nacht durch die Felder schleichen. Ein Mann und eine Frau mit je einem kleinen Kind im Arm, neben ihnen trottet ein Bub her. Die hochsensiblen Bewegungsdetektoren unter der Erde haben ihre Schritte registriert und ein Warnsignal an eine der 300 Kameras weitergeleitet. Die drei Beamten der Grenzpolizei bekommen die grobkörnigen Nachtbildaufnahmen direkt in ihr Büro geliefert.

Jetzt geht alles ganz schnell: Die Polizei an den südlichen Grenzübergängen wird verständigt, zwölf Polizisten schwärmen aus, ein Spürhund ist auch dabei. Keine 20 Minuten später sind die Eindringlinge gefasst. Der Familienvater wird später im Verhör sagen, dass er aus Kundus, Nordafghanistan, stammt und mit Frau und Kindern eine einjährige Odyssee auf sich nahm, um sich


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