Nachgesehen??

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Ein weißes Tuch um das Parlament und kein Friede mit den Studenten

Kreativität ist kein Kriterium. Zumindest wenn es um das Budget geht. Trotzdem versuchte die Österreichische Hochschülerschaft wenige Tage nach dem gescheiterten Uni-Gipfel mit Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) mit 500 Metern Stoff auf die Einsparungen im Universitätsbereich aufmerksam zu machen.

Die Stoffbahn, einmal rund um das Parlament gespannt, wurde im wahrsten Sinne des Wortes in Handarbeit mit 27.000 schwarzen Handabdrücken versehen. Jeder Abdruck steht symbolisch für eine Studentin oder einen Studenten, der ab 2011 weniger Geld zum Studieren zur Verfügung haben wird.

Weil die schwarzen Hände weder das Herz des Kanzlers, noch jenes seines Vizes oder gar einer Mehrheit der Abgeordneten im Parlament erweichten, zogen die Studenten nun weiter. Bis Weihnachten werden sie jeden Dienstag eine Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt abhalten.


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