Kurz und klein?

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Medien | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Kein Infodirektor ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz will den Posten des Infodirektors nach der Abwahl von Elmar Oberhauser nicht nachbesetzen, sondern die Information bis zur geplanten Neuwahl im Sommer 2011 selbst führen. Das erklärte Wrabetz bei einer Betriebsversammlung der TV-Mitarbeiter. Diese hatten in einer Resolution eine Nachbesetzung des Infodirektors und rasche ORF-Neuwahlen gefordert.

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Prozent weniger Presseförderung gibt es bis 2014. Der Verband österreichischer Zeitungen (VÖZ) sieht in diesen Einsparungen eine Gefahr für die Medienvielfalt, da besonders kleinere Publikationen von den Kürzungen "erheblich betroffen" seien.

Keine Sanktionen Der Presserat hat auf www.presserat.at seine Internetpräsenz gestartet. Dort sind nicht nur Aufgaben, Statuten, Mitglieder und Ehrenkodex abrufbar, sondern man kann auch online Beschwerden einreichen. Der Presserat darf zwar Rügen aussprechen und hat moralisches Gewicht, jedoch keinerlei Sanktionsmöglichkeiten.

Keine Strafe für Whistleblower Medien brauchen Informanten - und die brauchen gesetzlichen Schutz. Ein Angestellter eines deutschen Maschinenbauers, der Informationen über Missstände in seinem Unternehmen weitergegeben hatte, wurde nun in einem grundlegenden Urteil vom Amtsgericht Regensburg vom Vorwurf des Geheimnisverrats freigesprochen. Der Whistleblower hatte Indizien dafür, dass sein Geschäftsführer das Unternehmen betrügt, der Justiz übermittelt. Nachdem diese ein Jahr lang nicht reagierte hatte, wandte sich der Angestellte an die Wirtschaftswoche, die einen Artikel veröffentlichte.


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