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Medien | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Wenn das Navi den Weg weist und dazu auch noch klingelt

Prüfbericht: Thomas Vašek

Jedes bessere Smartphone kann heutzutage auch navigieren. Es geht aber auch umgekehrt. Wie wäre es mit einem Navigationssystem, mit dem man telefonieren kann? Auf diese tolle Idee kam der Navigationsspezialist Garmin (in Zusammenarbeit mit dem Computerhersteller Asus).

Das Asus Nüvifone A50 (ca. 240 Euro) sieht aus wie ein größeres, schickes Smartphone. Tatsächlich ist es aber primär ein Navigationssystem, das zeigt schon der riesige Zieleingabe-Button auf dem Startbildschirm.

Als Navi taugt das "Nüvi" wirklich etwas. Es hat vorinstallierte Karten für ganz Europa an Bord, unterscheidet zwischen Auto- und Fußgängerrouten - und sogar an eine Windschutzscheibenhalterung und ein Ladekabel für den Zigarettenanzünder hat man gedacht. Als Smartphone entspricht das Gerät allerdings nicht ganz dem heute üblichen Standard.

Zwar hat es Touchscreen, Wlan und HSDPA, eine virtuelle Tastatur und einige Social-Network-Funktionen. Foto- und Videoqualität sind aber nicht berauschend, und die hauseigene Bedienoberfläche auf Androidbasis reagiert etwas schleppend. Dafür sind die Telefonfunktionen intelligent mit der Navigation verknüpft.

Beispielsweise lässt sich das Adressbuch gleich für die Zieleingabe benutzen. Wer also auf multimedialen Smartphone-Schnickschnack verzichten kann, nicht aber auf eine Orientierungshilfe, bekommt für sein Geld ein höchst brauchbares Gerät.

Für Navi-Ansagen kann man die eigene Stimme verwenden. Ein ironischer Beitrag zur Vermenschlichung der Technik: Wer sich über die Routenführung ärgert, kann sich dann gleich selbst beschimpfen!

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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