"Schreiben kann die Polizei bis heute nicht"

Feuilleton | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Der Regisseur Peter Patzak, Sohn eines Polizisten, bringt Inspektor Adolf Kottan noch einmal auf die Leinwand. Ein Gespräch über echte und fiktive Wiener Kriminalbeamte - einst und heute

Gespräch: Florian Klenk

Peter Patzak sitzt in einem Smart und kurvt durch die Einbahnen der nächtlichen Brigittenau. "Hier ist die Hartlgasse", sagt er, "hier wurde der erste 'Kottan' gedreht." Das Haus steht nicht mehr. Patzak ist schon seit 30 Jahren nicht mehr hier gewesen, im Grätzl seiner Kindheit, in dem auch Adolf Kottan 1976 erstmals ermittelte.

Die einst so finstere Brigittenau ist heute schon fast ein schicker Bezirk. Das Dunkle, Morbide ist Geschichte. So wie Inspektor Adolf Kottan, den der Schriftsteller Helmut Zenker erfunden und den Regisseur Patzak in Szene gesetzt hat. 19 "Kottan"-Folgen haben Österreich, aber auch das Bild geprägt, das sich das Land von der Polizei macht. Die Leute liebten Kottan, die Polizisten hassten ihn.

Nun wagt sich Patzak an ein weiteres Kottan-Abenteuer, einen


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