Nichts geht mehr: Beim Comeback nach 27 Jahren ist Kottan, Schrammel und Schremser der Schmäh ausgegangen

Feuilleton | Michael Omasta | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

"Was machen 20 Polizisten im Puff?", fragt die Kellnerin den Kriminalbeamten. "A Razzia?", vermutet dieser. "Muttertag feiern" wär die richtige Antwort gewesen.

Das war er auch schon, der größte Lacher des Films. Zumindest bei der gutbesuchten Pressevorführung von Peter Patzaks "Kottan ermittelt: Rien ne va plus" herrschte ansonsten tödliche Grabesstimmung. Selbst der wienerisch geprägte Wortwitz, seit jeher Markenzeichen von Kottan (dessen Erfolgsgeschichte 1975 nicht zufällig als Radiohörspiel begann), verfing diesmal nur bedingt. "Brunzwimmerl" mag ein vortreffliches Synonym für einen fetten Schoßhund sein und eine Bordellbar, die "Fast Fut" heißt, den Besuch zweifellos lohnen - aber wenn dieser Schmäh dann zum dritten Mal gemolken wird, braucht's schon ordentlich Lachmuskeln

Nichts geht mehr also. Schon gar nicht dieser "Comebackfilm", in dem der vom Dienst suspendierte Polizeimajor Adolf Kottan 27 Jahre nach seinem letzten Fall eine Reihe mysteriöser Todesfälle unter den


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