Schwerer Kerker für den Aufstand der Zeichen

Feuilleton | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Mit der Fakedoku "Exit Through the Gift Shop" legt der britische Künstler Banksy sein bisher überzeugendstes Werk vor

Filmkritik: Matthias Dusini

Als der englische Künstler Banksy im Sommer 2003 für eine Ausstellung nach Wien kam, wusste er bereits, dass seine als Kunst für alle gedachten Schablonenbilder in Londoner Armenvierteln nicht nur Gutes bewirken würden. Der Anzug, offenes Hemd und Sneakers tragende Künstler zum Falter: "Ich bekomme E-Mails, in denen die Leute schreiben: Hör auf damit, sonst kommen die Yuppies!"

Mittlerweile wurden die von Banksy gestalteten Fassadenteile auf Auktionen versteigert, Interviews gibt er keine mehr. Und nun das: ein dokumentarischer Künstlerfilm, dessen erzählerische Faltungen an Alfred Hitchcock erinnern.

Im Mittelpunkt steht ein in Los Angeles lebender Franzose, über den sich schwer sagen lässt, was er eigentlich ist: Altkleiderhändler, Bohemien, Vater? Vor allem ist Thierry Guetta ein leidenschaftlicher Hobbyfilmer, der Street-Art dokumentiert:


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