Die dunklen Augen des Pentagon

Feuilleton | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Der Künstler Trevor Paglen zeigt in der Secession, wie er die geheime Militärpolitik der USA erforscht

Porträt: Nicole Scheyerer

Meine Arbeit macht einige Leute sehr wütend." Das ist Trevor Paglens Standardantwort auf die Frage nach den staatlichen Reaktionen auf seine brisante Kunst. Eine unbefriedigende Auskunft, denn der 36-jährige Kalifornier beschäftigt sich schon lange eingehend mit den geheimen Aktivitäten der US-Militärs.

So lokalisierte er mit der Kamera verborgene Militärstützpunkte und offiziell nicht existierende CIA-Satelliten. Er forschte Geheimgefängnisse aus und dokumentierte früh jene Flüge, mit denen Terrorverdächtige nach 9/11 aus den USA deportiert wurden.

Bereits 2006 veröffentlichte Paglen sein Buch "Torture Taxi", in dem er detailliert darlegte, wie die CIA unter dem Namen "extraordinary rendition" hunderte Personen in ausländische Gefängnisse entführte, wo sie unter Folter verhört werden konnten.

In der Secession sind nun auch aktuelle Fotos und Videos

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