Die Zeitschrift als Textkosmos

Steiermark | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Die manuskripte feiern fünfzigsten Geburtstag - mit 676 Seiten Literatur. Wir lesen das Jubiläumsheft

Selbstversuch: Thomas Wolkinger

Fünfzig Jahre manuskripte, das ist etwas. Auch wenn man das rund Gefeierte nicht mag. Fünfzig Jahre manuskripte, das sind 190 Hefte, vollgepackt mit Texten, die eines verbindet: Sie haben es in die manuskripte geschafft. Eine Auszeichnung. Alfred Kolleritsch, der seine Zeitschrift für Literatur seit fünfzig Jahren aus Graz heraus betreibt, hat sie für druckwürdig befunden. Die manuskripte, klein betitelt, sie hatten immer schon den Ruf, Großes zu eröffnen, Karrieren zu begründen, den literarischen Kanon mitzukomponieren.

Fünfzig Jahre manuskripte, ein achtunggebietendes Jubiläum, das mit einer Ausstellung (s. Besprechung S. 49) und einem großen Dichterfest im Schauspielhaus begangen wird. Wie dieser Zeitschrift gerecht werden? Peter Handke hat hier erste Prosa veröffentlicht (10/1964), Oswald Wiener "die verbesserung von mitteleuropa" herausgebracht,


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