Steckdosenleisten auf der Flucht

Steiermark | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Der gebürtige Grazer Valentin Ruhry mischt bei den diesjährigen Kunstpreisen kräftig mit

Werkschau: Tiz Schaffer

Es ist nicht so, dass sich Valentin Ruhry keine Gedanken darüber macht, was er denn so an Kunst produziert. Im Gegenteil. Nur manches Mal, so erzählt er, wird ein Werk erst nach seiner Fertigstellung mit Bedeutung aufgeladen. So geschehen bei "Pulsierende Lichtzeile". Eine formal schlichte wie elegante Anordnung von fünfzig Mehrfachsteckern. Das Licht der On/Off-Schalter pulsiert langsam vor sich hin. "Später ist mir dann aufgefallen: Das ist ein großes Feld, überall kann man Strom rausziehen. Durch das Atmen wird die Sache menschlich, es wird ein Lebewesen. Das ist jetzt fast esoterisch, aber du nimmst ihm die ganze Kraft", meint er.

Ruhry ist heute, so könnte man das formulieren, ein halber Grazer. Schon während seines Kunststudiums in Wien beginnt er an der Ortweinschule zu unterrichten. Am Ende des Studiums, das war 2008, kehrt er nach Graz zurück, um für ein Jahr


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