Eine echte Nagl-Probe

Steiermark | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Hat die schwarz-grüne Regierung in Graz noch eine Zukunft?

Analyse: Gerlinde Pölsler

Der Grazer Bürgermeister ist mal wieder richtig in Fahrt. "Wir haben viel umgesetzt", sagt Siegfried Nagl im Krone-Interview zur Koalition mit den Grünen, "durch einige grüne Pinselstriche wird ein Bild, das nicht so schlecht ist, aber zerstört. Die Grünen müssen mit ihrer Fundi-Politik nur für ihr eigenes Klientel aufhören, sonst zerstören sie die Koalition." Und auf den Hinweis, dass die Grünen alles hinschmeißen wollen, sollte Nagl wirklich seine Volksbefragung über das Bettelverbot durchziehen, sagt er: "Okay, dann mach ich's eben ohne die Grünen."

Zweidreiviertel Jahre ist es her, dass ganz Österreich auf das neue, ungleiche Regierungspaar in Graz schaute: da der konservative Siegfried Nagl (ÖVP), dem Homos nicht ganz koscher waren, dort die grüne Feministin und bekennende Lesbe Lisa Rücker. Jetzt steckt Schwarz-Grün in der größten Krise seiner Geschichte, noch nie sind so unversöhnliche


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