Karl-Heinz am Apparat

Politik | aus FALTER 49/10 vom 08.12.2010

Telefonprotokolle und Justizakten belasten Karl-Heinz Grasser und seine Freunde massiv. Hat die Firma Porr rund 800.000 Euro Schmiergeld bezahlt, um die Übersiedlung von Finanzbeamten in Hochhäuser des Baukonzerns zu "beschleunigen"?

Bericht: Florian Klenk

Am 1. Februar dieses Jahres klingelte das Wertkartenhandy von Exfinanzminister Karl-Heinz Grasser. Am Apparat war wieder einmal ein Mann, auf den Grasser angeblich "stinksauer" ist: sein Trauzeuge und ehemaliger PR-Berater Walter Meischberger.

Zehn Millionen Euro Provision hatte Meischberger gemeinsam mit dem Lobbyisten und Grasser-Freund Peter Hochegger bei der Privatisierung von 60.000 Buwog-Staatswohnungen unversteuert bekommen. Die Grasser-Freunde hätten "hinter meinem Rücken" kassiert, zürnte Grasser. Er sei "supersauber" und breche nun alle Kontakte zu "Meischi" ab.

Diesmal aber legte Grasser nicht auf. Ganz im Gegenteil. Grasser beriet "Meischi" in einer anderen heiklen Sache. Wieder ging es um Provisionen, diesmal vom Baukonzern


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