Digitalia

IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 49/10 vom 08.12.2010

Ich bin jetzt Teil der Diaspora, jener Webplattform, die eine Alternative zu Facebook sein will. Die Idee ist rühmlich: Bei Diaspora werden die Daten nicht zentral von einem einzigen Anbieter gespeichert, der auf alle Infos zugreifen kann, sondern die Daten liegen dezentral auf verschiedenen Servern verstreut. Theoretisch kann sogar jeder Internetuser seinen eigenen Server einrichten und im vollen Besitz seiner Information bleiben. Wer bei Diaspora mitmachen will, braucht derzeit eine Einladung dazu - etwa von jemandem, der bereits Mitglied ist. Noch wirkt das Ganze unfertig. Es gibt bisher nur die Möglichkeit, Statusmeldungen und Fotos zu posten oder zu kommentieren. Sogar der "Daumen hoch"-Knopf fehlt. Das führt dazu, dass Leute dauernd "Like" unter fremde Beiträge schreiben. Wobei das Wort "Leute" auch schon eine Übertreibung ist. Derzeit habe ich elf Diaspora-"Freunde". Insgesamt müssen nur noch 500 Millionen Menschen Diaspora beitreten, dann haben wir's Facebook voll gezeigt!


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige