Staatsfeind? Aber ja doch!

Medien | aus FALTER 49/10 vom 08.12.2010

Der Nerd als Revolutionär: Wikileaks-Lenin Julian Assange im Lichte seines Schrifttums

Analyse: Robert Misik

Er sieht schon rein äußerlich ungewöhnlich aus. Schlaksig und klein, dabei doch eine elegante Erscheinung. Und natürlich diese weißen Haare, die nicht einfach grau sind, sondern richtig weiß. Dieses Nerdhafte. Dazu der Eindruck, der Mann umgäbe sich mit einem Geheimnis. Dass wir zwar alle wissen, was er tut. Nämlich, dass er Geheimdokumente veröffentlicht. Aber nicht wirklich wissen, warum. Was ihn antreibt. Julian Assange ist auch ein Fragezeichen. Natürlich macht ihn gerade das interessant. Der Wikileaks-Anführer ist ein Revolutionär des Internetzeitalters und, wie viele Revolutionäre vor ihm, auch ein bisschen Popstar.

Diese scheinbare Unergründbarkeit kontrastiert mit dem Umstand, dass Assange seine Ziele öffentlich darlegt. Denn erstens ist er ein Netz-Freak und schrieb bis vor ein paar Jahren, wie jeder andere Blogger, einfach auf, was er sich so dachte. Zweitens

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