Ein Geschenk des Himmels ist kein billiger Spaß

Feuilleton | aus FALTER 49/10 vom 08.12.2010

Mit einer Ausstellung der Kunstcartoons von Gerhard Glück ziehen die Komischen Künste ins Museumsquartier ein

Reportage: Klaus Nüchtern

Kehret um! Die Ausstellung ist Scheiße!", warnt ein Mann mit Transparent. Die Warnung, die das prominent platzierte Bild formuliert, trifft auf die Ausstellung, in der dieses hängt, erfreulicherweise nicht zu. "Ein Glück für die Kunst" zeigt Arbeiten von Gerhard Glück, der regelmäßig u.a. für das SZ-Magazin und das NZZ Folio arbeitet und gern als "Cartoonist" apostrophiert wird, aber eigentlich ein technisch extrem versierter Humormaler ist - was auch anstrengend sein könnte, wären die Pointen nicht so gut. Weil man Bilderwitze aber nur zu Tode erzählen kann, seien hier bloß ein paar schlichte und für sich genommen mäßig lustige Titel wie "Vermutlich Rembrandt" oder "Picasso erläutert Braque den Kubismus" zitiert; bei "Junge Holländerin mit alternder Quarkmaske" ahnt man ein bisschen, worauf es hinausläuft.

Dass die Ovalhalle des Museumsquartiers


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