Nüchtern betrachtet

Ich breche eine Lanze für monochromes Schenken

Feuilleton | aus FALTER 49/10 vom 08.12.2010

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Obwohl das Datum seit geraumer Zeit feststeht, und obwohl die entsprechenden Dekorierungsmaßnahmen in den Geschäftsstraßen jedes Jahr eine gefühlte Woche früher beginnen, sodass man mittlerweile eigentlich schon recht langfristig vorbereitet und mehr oder weniger schonend an das Ereignis herangeführt wird, zeigen sich immer wieder Menschen von dem Umstand überrascht und -rumpelt, dass Weihnachten wieder einmal auf den 24. Dezember fällt, und brechen unter Ausstoßung gotteslästerlicher Flüche und zivilisationsskeptischer Tiraden unter dem sogenannten Weihnachtsstress zusammen. Ich will nicht hochmütig über solche Leute urteilen und mir die Besserwissersprüche à la "Es gibt keinen Weihnachtsstress, es gibt nur Menschen, die schlecht organisiert sind" sparen. Und fraglos hängt saisonale Stressanfälligkeit auch mit mangelnder Verteilungsgerechtigkeit zusammen, denn wer etwa mit fünf


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