Die Piroggen-Connection

Steiermark | aus FALTER 49/10 vom 08.12.2010

Wie es den Moskauer Multimillionär Aleksandr Antonov nach Graz verschlug, um hier Geschäfte zu machen, die nicht einfach zu verstehen sind

Netzwerkrecherche: Herwig G. Höller

Moskau, 11. März 2009: Am frühen Morgen hält ein grauer Lada unweit eines Wohnhauses im Nordwesten der russischen Hauptstadt. Am Steuer sitzt der Tschetschene Aslambek Dadaev, neben ihm sein Landsmann Timur Isaev, ein Studienabbrecher aus Grosny, dem russische Medien später den Spitznamen "Terminator" zuschreiben. Sie warten. Hier wohnt der millionenschwere Bankier Aleksandr Antonov. Als dieser kurz vor zehn Uhr mit zwei Leibwächtern das Haus verlässt und in Richtung einer gepanzerten Mercedes-Limousine schreitet, rast Dadaev mit dem Lada auf die Gruppe zu und "Terminator" Isaev eröffnet aus einer Maschinenpistole das Feuer. Er schießt 18 Mal, fünf Kugeln treffen den Bankier und verletzen ihn schwer, auch ein Leibwächter wird getroffen. Die Attentäter rasen davon.

Graz, 3. Dezember 2010: Aleksandr Antonov


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