Neu im Kino

Wenn der Vater mit dem Sohne: "Armin"

Lexikon | aus FALTER 49/10 vom 08.12.2010

Es ist ein Balanceakt zwischen ironischer Distanz und liebevoller Authentizität, den der junge kroatische Regisseur Ognjen Svilicic in "Armin", einer klassischen Vater-Sohn-Geschichte, versucht. Ibro (Emir Hadzihafisbegovic) ist mit seinem Sohn (Armin Omerovic) vom Dorf in Bosnien nach Zagreb gekommen, um ihm die Teilnahme am Casting eines deutschen Films zu ermöglichen. Allerdings läuft nichts so wie erwartet. Niemand interessiert sich anfangs für den 14-jährigen Akkordeonspieler, der mit dem prahlenden Vater, der fremden Umgebung und den unguten Produktionsassistentinnen so überfordert ist, dass er beim Vorspielen schließlich zusammenbricht. Svilicic erzählt in gedämpften Tönen, reduziert die Handlung auf das Notwendigste und verhandelt auf diesem Wege fast wie nebenbei ein stimmiges Bild des Bosnien von heute. MO

Ab Fr im Top-Kino (OmU)


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