Buch der Stunde

Wie die Plattensammlung so auch die Bilder

Lexikon | Matthias Dusini | aus FALTER 49/10 vom 08.12.2010

Vor 33 Jahren veröffentlichte die US-Band Suicide den Song "Che", ein Lied über den Tod des 68er-Helden Che Guevara. Die Musiker besingen diesen nicht als tragische Revolutionsfigur, sondern als schönen, sterbenden Menschen. Im Text gibt es einen einzigen politischen Bezug: "He was wearing a red star." "Und dann wird fürchterlich rumgejammert", sagt der deutsche Maler Daniel Richter, der das Stück als gelungenes Beispiel einer Brechung zitiert.

Richter ist einer von acht Künstlern und Architekten, die der ehemalige Konzertmanager und nunmehrige Kunstkurator Edek Bartz und die Kunsthistorikerin Gabriele Koller zu Publikumsgesprächen an die Universität für angewandte Kunst einluden. Frauen standen keine auf der Liste, was wohl auch mit dem Gesprächsthema zusammenhängt - der Leidenschaft von Künstlern für Musik.

Die Gespräche bieten aber mehr als abgefragtes Bubenwissen über Undergroundbands. In dem überraschend großen Interesse etwa für Countrymusik äußert sich eine Haltung,


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