Ohren auf??

Mysteriöse Zeitreisende ohne Geheimnis

Sammelkritik

Lexikon | Klaus Nüchtern | aus FALTER 49/10 vom 08.12.2010

Das jüngste Album von George Duke, der immerhin bei Frank Zappa in dessen bester Zeit (1970-1975) in die Tasten griff, gibt sich covermäßig eher mystisch-spirituell, heißt "Déjà vu" (Heads Up) und klingt auch so: Das erinnert mitunter ein bisschen an Weather Report ("What Goes Around Comes Around"), den Miles Davis der 80er-Jahre (diesem auch gewidmet: "Ripple in Time") oder an das Mahahavishnu Orchestra unter Zuckerschock ("Déjà vu"). Dazwischen wetteifern zum Davonlaufen schlichte Lyrics mit bis zur Selbstparodie entspannten Grooves. Einziges Mysterium: Warum all diese Sounds der 70er und 80er jetzt auch noch ins Spa gehen müssen, bis sie dann hoffentlich endgültig auf der Müllhalde der Musikgeschichte entsorgt werden .

Wohin The Stanley Clarke Band will, bleibt auch nicht lange unklar: Der einstige Bassist von Chick Coreas Fusion-Formation Return to Forever holt schon auf dem Cover des titellosen Albums (Heads Up) gefährlich weit mit dem bösen Slap-Bass-Daumen aus; referenzbeladene


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