Kommentar?

Strache versucht sich als Außenpolitiker. Kann er ein zweiter Fini sein?

FPÖ und Israel

Karl Pfeifer
Falter & Meinung, FALTER 50/10 vom 15.12.2010

Dass Heinz-Christian Strache und Andreas Mölzer Anfang Dezember mit einer Reihe von anderen rechtspopulistischen und rechtsextremen Politikern von ihren neuen israelischen Freunden unter den orthodoxen Siedlern empfangen wurden, überrascht nicht. Schon Jörg Haider hatte diese Art von außenpolitischem Schulterschluss versucht und ist daran gescheitert. Strache sieht sich wohl schon als Bundeskanzler in der Tradition von Bruno Kreisky, "einem großen Österreicher mit jüdischen Wurzeln", wie er es formuliert. Er begeistert sich (wie das alibisuchende Burschenschafter schon vor ihm taten) für den Vater des Zionismus, Theodor Herzl. Er gilt den Rechten als "deutsch-bewusster Burschenschafter". Dass er aber angewidert vom Antisemitismus der Burschenschafter ausgetreten ist, erwähnen die Recken nicht.

Kann Strache ein zweiter Gianfranco Fini werden, der seine Partei vom rechten Rand in die Mitte schob? Der ehemalige italienische Rechtsextremist ist heute ein gemäßigter Mitte-rechts-Politiker,

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