Die eiserne Lady des Feminismus

Feuilleton | aus FALTER 50/10 vom 15.12.2010

Eine Karriere zu Lebzeiten: Zwei Ausstellungen würdigen das nicht immer großartige Werk der Künstlerin Valie Eport

Ausstellungskritik: Matthias Dusini

Zwei Museen ehren die österreichische Künstlerin Valie Export, die heuer ihren 70. Geburtstag feierte, mit einer Retrospektive. Das Linzer Lentos Kunstmuseum und das Wiener Belvedere wählten dafür keine chronologische Ordnung. Die Werke in dem minimalistischen Linzer Museum und in dem Barockambiente des Unteren Belvedere sind nach Themen wie "Raum - Zeit" oder "Gewalt - Aggression - Zwang" angeordnet.

Exports frühe Arbeiten wie das "Tapp- und Tastkino" (1968) oder "Body Sign Action" (1970) gehören zum Kanon der Kunstgeschichte, ihre Meriten im Feld des Expanded Cinema und der Body-Art machen sie zur wichtigen Neoavantgardistin. Sie engagierte sich gegen das Patriarchat und verknüpfte Geschlechterthemen mit Linguistik; sie ist eine Ikone des Feminismus.

Die Ausstellung "Zeit und Gegenzeit" rückt Exports Schaffen der letzten 20 Jahre


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