Was fährt denn da??

Ein Zauberauto, das wie auf Kufen fährt

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 50/10 vom 15.12.2010

Bericht: Barbara Tóth

Zugegeben, ich bin nicht ganz unvoreingenommen. Meine Freundin fährt seit längerem einen dieser glubschäugigen Think Citys. Als sie damit einmal lautlos aus einer Parklücke schwebte, taufte ich das Gefährt insgeheim "Zauberauto", und das hat nichts damit zu tun, dass sie so blondes Haar hat wie sonst nur Feen in Walt-Disney-Filmen.

Eher damit, dass, wer in einem Elektroauto sitzt, Autofahren neu denken muss. Das beginnt beim Wortefinden für die Geräusche, die der Think macht - oder besser nicht mehr macht. Generationen von Motorjournalisten überschlugen sich im Wortefinden für das, was sich unter der Motorhaube abspielt. Da wurde gebrummt, geschnurrt, gestottert, geröhrt, aufgejault. Der Think gibt nur mehr ein feines Surren von sich, ähnlich einem leeren U-Bahn-Waggon beim Anfahren. Und beim Drehen des Zündschlosses tut sich - genau nichts. Nur der Blick auf die Anzeige am Armaturenbrett versichert einem, dass das erste in Serie produzierte Steckdosenauto


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