Das Stichwort heißt "Bühnenzauber"

Steiermark, FALTER 50/10 vom 15.12.2010

Viktor Bodó bringt mit "Der Meister und Margarita" das Grazer Schauspielhaus zum Glänzen

Theaterkritik: Hermann Götz

Schön, dass Viktor Bodó auch heuer wieder in Graz inszeniert. Inzwischen ist der ungarische Regiemeister hier ja ein guter Bekannter. Es ist zum Beispiel ganz offensichtlich, ob er mit einem Stoff viel anfangen kann. Oder eben weniger. Ferenc Molnárs "Liliom", der zuletzt von ihm am Schauspielhaus inszeniert wurde, hat ihm sehr zugesagt. Dem Zentralmassiv der ungarischen Dramatik begegnete Bodó voller Ehrfurcht, folglich geriet die Inszenierung im Vergleich zu anderen seiner Arbeiten geradezu brav.

Österreichs Chefpoet Peter Handke hat Bodó weniger (zu)gesagt. Aber das macht nichts. Das, was ihm an dessen "Stunde da wir nichts voneinander wussten" ins Konzept gepasst hat, war genug, um daraus einen wunderbaren Theaterabend zu entwickeln, der sich kaltschnäuzig von der Vorlage entfernt, um ihr mit den eigenen Waffen in den Rücken zu fallen.

In der Dramatisierung von

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