Von Pisa lernen heißt siegen lernen

Die Pisa-Studie stellt Österreich ein verheerendes Zeugnis in der primären Kulturtechnik Lesen aus. Der Schock ist groß, die Überraschung gering. Dabei wüsste man längst, wie man' s besser macht

KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 50/10 vom 15.12.2010

Angekündigte Katastrophen finden manchmal doch statt. Das Ausmaß der angstlustig antizipierten bildungspolitischen Apokalypse wurde am Dienstag vergangener Woche deutlich. Die in 65 Ländern, darunter den 34 OECD-Staaten, durchgeführten Pisa-Tests überprüfen "Kenntnisse und Fähigkeiten, welche als Basis für lebenslanges Lernen gelten oder für die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und der Arbeitswelt notwendig sind".

Lagen die 6590 ausgewerteten österreichischen Schülerinnen und Schüler (Pisa insgesamt: rund 470. 000), die zum Zeitpunkt des Tests 15 bis 16 Jahre alt waren (Jahrgang 1993), im Bereich der Mathematik exakt im und in den Naturwissenschaften "knapp, aber signifikant unter dem OECD-Schnitt", so stürzten sie im Lesen vollkommen ab: Mit 470 Punkten liegt Österreich hier 23 Punkte unter dem OECD-Schnitt und damit auf dem statistisch geteilten Rangplatz 29-32. Lediglich vier Länder schneiden in diesem Bereich signifikant schlechter ab: Chile, Bulgarien, Mexiko


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