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Die schiefen Winkel der eigenen Biografie

Lexikon | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Seit seiner erfolgreichen Retro im Mumok, bei der er ein Einfamilienhaus auf das Museumsdach hievte, zählt Erwin Wurm zu den populärsten heimischen Künstlern. Kein Wunder, dass seine Arbeiten auch in der Sammlung Essl vertreten sind, die ihm derzeit eine kleine Personale widmet. "Private Wurm" nennt sich die Schau und wieder fungiert ein Haus als Blickfang - dieses Mal nach Vorbild von Wurms Elternhaus, das der Künstler samt Einrichtung auf nur einen Meter Breite gestaucht hat. Die krasse Enge, die dadurch produziert wird, soll die Kluft zwischen erlebter und erinnerter Realität veranschaulichen. Um Disproportionalität geht es auch bei Skulpturen wie dem metergroßen Wiener Polizistenkapperl, unter das sich die Besucher wie unter ein Dach stellen können. NS

Essl Museum, bis 30.1.


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