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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Herr, es ist Zeit, der Winter wird schon feucht. Leg die Maroni auf das Backblech und in dem Rohre lass die Schlange glühn. So spricht der Dichter, und er spricht wahr. Zum Ende drängt das Jahr, wir drängen hinterdrein, doch halt: eine Anstrengung noch, Kolleginnen und Kollegen, wenn ihr Weihnachtsferien haben wollt! Wer ließe sich das wohl zweimal sagen? Der Gepp-Sepp und der Omasta-Michl gewiss nicht, die schreiben, als gäb's kein Morgen. Als hätte Letzterer nicht einigermaßen ausreichend damit zu tun, die Nominierungen für die Top-Ten-Charts der Filmredaktion fürs Falter-Feuilleton auszuwerten, macht er gleich auch noch zusätzliche vier Feuilletonseiten voll, reist durch die Filmgeschichte und telefoniert auf England (Seite 34 ff.). Dem Gepp-Sepp wird's überhaupt zu eng: Es genügt ihm nicht, sich im Stadtleben auf zweieinhalb Seiten durch Wiens Kirchen zu schlagen, zweieinhalb Seiten sind Pipifax - da könnte man ja gleich ins Feuilleton gehen (wo sogar noch - haha! kicherkicher!! - Halbseiter verfasst werden). Nein, dann bitte gleich die Politik, das Ressort mit dem Tolstoi-Faktor, dort hebt wegen eines popeligen Einseiters ja niemand noch einen Bleistift auf. Dort herrscht Krieg und Frieden; Krieg den Korruptionisten, Friede den freundlichen Häusern, die Freunde schützen wollen. Man blickt zurück aufs Jahr, nur die Brodnig schaut immer Richtung Zukunft, obwohl man die doch gar nicht sehen kann! Brodnig zählt Sätze wie "Ist der Artikel auch zukunftsorientiert?!" zu ihrem Alltagsrepertoire. Deswegen brauche zumindest ich jetzt Urlaub. Sie lesen uns wieder am 12.1.2011. God bless you all!


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