Der neue Citoyen

Politik | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Immobilienentwickler Hans Jörg Ulreich ist zum Symbol des Bürgerprotests gegen die Abschiebung von Kindern geworden

Porträt: Barbara Tóth

Was hat ein Ziegelstein aus der Zeit der Monarchie mit dem Schicksal abgeschobener Kinder zu tun? Viel, wenn man Hans Jörg Ulreich fragt. Wenn der Wiener Immobilienentwickler zu erzählen beginnt, wie es gekommen ist, dass ein wohlhabender Unternehmer den Kampf gegen die Fremdenrechtsbürokratie zu seinem zweiten Beruf macht, dann spielt das Stück aus gebranntem Ton mit den Maßen 29,2 × 14,2 × 6,9 Zentimeter eine wichtige Rolle.

"Sehen Sie diese Ziegelmauer? Sehen Sie die Schließen, diese großen Spangen aus Eisen, die immer dort, wo ein Stockwerk liegt, eingebaut wurden? Sie verbinden die Wände mit den Holzdecken im Inneren und halten so das Haus zusammen." Ulreich, ein großer, schlanker Mann mit feinen Gesichtszügen, steht im schneeumwehten Innenhof des "Freunde schützen"-Hauses in Wien-Meidling und blickt auf die Baustelle am Nebengrundstück.


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