Die Wahl zwischen Werner Faymann und Tyler Durden

Politik | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Der kommende Aufstand, den das gleichnamige Pamphlet ausruft, wird schrecklich. Aber nicht deshalb ist es die Pflichtlektüre des Jahres

Rezension: Stefan Apfl

Es ist leicht zu bemerken und so schwer zu begreifen: Etwas stimmt nicht mehr. Es ist die Art, wie aus Freunden Kontakte und aus Berufen Jobs werden. Es ist die Weise, wie der Realwirtschaft die Realität und der Selbstverwirklichung das Selbst abhanden kommt. Die Telefonseelsorgen und Frauenhäuser, die Arbeitsämter und Schuldnerberater stehen den rasant wachsenden Rändern unserer Gesellschaft überfordert gegenüber, während die Mitte Zuflucht in Yogakursen und Existenzanalysen sucht, auf Parship und in Kochseminaren. Den deutschen Wutbürger treibt dieses Gefühl auf die Straße, den heimischen Wähler zur Wutpartei, Athens Jugend greift zu den Waffen und Paris' Migrantenkinder zu den Molotowcocktails. Die Wohlstandsverheißungen, die uns jahrzehntelang angetrieben haben, haben Ohnmacht und Aggression Platz gemacht.

"Die Wahrheit


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