Kurz und klein?

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Medien | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Sieg für den ORF Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat in einem richtungsweisenden Beschluss das Redaktionsgeheimnis gestärkt. Anlass war der Antrag der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, sämtliche Bänder für eine ORF-"Am Schauplatz"-Reportage über Skinheads der Justiz zur Verfügung zu stellen. Der ORF klagte dagegen, der Wiener Oberlandesgerichtshof gab der Staatsanwaltschaft Recht. Der OGH hob nun dieses Urteil auf. Es habe "auf Luft" basiert, kritisierte der Senatsvorsitzende Eckart Ratz.

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Euro kostet News im Dezember - zumindest für Besitzer eines iPad. Das Blatt ist nun für den Apple-Tablet erhältlich. Ab Jänner kostet die digitale Ausgabe dann 2,39 Euro.

Auszeichnung für Koller In der verhaberten Medienszene hat er sich mit kritischer Distanz zu den Mächtigen profiliert. Dafür wurde Andreas Koller, Innenpolitikchef der Salzburger Nachrichten, zum "Journalist des Jahres" gekürt. Im Ranking des Journalisten wurde überdies Florian Klenk, stellvertretender Chefredakteur des Falter, zum Aufdecker und Michael Nikbakhsh vom Profil zum Wirtschaftsjournalisten des Jahres ernannt.

Hürde für Transparenz Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (ÖVP) will offenlegen lassen, welches Ministerium wie viel in welchen Zeitungen inseriert. Nach einigem Zögern stimmte dem auch SPÖ-Medienstaatssekretär Josef Ostermayer zu. Er gilt als Schnittstelle im Kanzleramt für die ausufernde Inseratenpolitik seines Chefs Werner Faymann. Ganz so einfach wird das neue Gesetz aber nicht erstellt werden. Nun streitet die Koalition, wer dafür zuständig ist. Das Kanzleramt, sagt Bandion-Ortner. Die Justizministerin, sagt Ostermayer.


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