Zwischen Liebesmelodram und Mozart-Potpourri

Feuilleton | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Im Ronacher tritt John Malkovich als Casanova auf und sucht mithilfe von Mozart und Da Ponte den Sinn des Lebens

Vorbericht: Carsten Fastner

Einen Hollywood-Schauspieler kannst du nicht einfach zwei Jahre im Voraus buchen, wie das in der Klassik üblich ist", sagt Martin Haselböck und gibt sich gar nicht allzu große Mühe, seinen Stolz zu verbergen. "Die planen allenfalls zwei Monate in die Zukunft." Allein deswegen hält es der österreichische Dirigent für eine kleine Sensation, dass er es geschafft hat, den Filmstar John Malkovich für ein Musiktheaterprojekt nach Wien zu verpflichten. Und das nun schon zum zweiten Mal.

Haselböck leitet mit der Wiener Akademie nicht nur sein eigenes Orchester, sondern ist auch regelmäßig bei den Los Angeles Philharmonics zu Gast. Dort hatte er sich immer wieder darüber gewundert, dass - anders als in Europa - der klassische Musikbetrieb nie mit berühmten Schauspielern zusammenarbeitet. Bis ihn ein Hollywood-Agent über die unterschiedlichen Dimensionen


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