Lesebücher statt coole Storys für Kids!

Feuilleton | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Die Kulturtechnik Lesen verkümmert auch, weil sie an den Schulen durch den Konsum von Texthappen ersetzt wurde

Polemik: Peter Apfl

Es gab eine Zeit, in der ein Dichter wie Reinhard Priessnitz österreichische Schullesebücher in einer Zeitschrift für Intellektuelle besprach. Dies begab sich im Jahre 1968, als es noch Zeitschriften wie das Neue Forum gab und Schullesebücher, die einer solchen Würdigung wert waren. Eines der beiden Bücher ist "Freude am Lesen", approbiert 1963.

Als Priessnitz das Buch mit einem Aufsatz würdigte, war mein Deutschprofessor gerade mit dem dritten Band durch, und ich freute mich auf den vierten. Seit vielen Jahren denke ich jedes Mal, wenn Ansichtsexemplare neuer Schullesebücher verschickt werden, voll Wehmut an "Freude am Lesen", weil schon seit Ewigkeiten keines mehr eine auch nur annähernd reiche Auswahl bietet. Und naturgemäß verklärt sich der Blick zurück nostalgisch, zumal mit dem neuesten Werk "mit Bescheid des Bundesministeriums für Unterricht,


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