Von Falter zu Falter

Feuilleton | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Mit 190 Stoffobjekten legt der Katalane Joan Sallas die faszinierende Geschichte des Serviettenfaltens dar

Porträt: Nicole Scheyerer

Seine Berufsbezeichnung lautet Falter. Seit zehn Jahren verbringt Joan Sallas den Großteil seiner Zeit mit dem Knicken von Papier oder gestärktem Stoff. Drei Monate werkte der geborene Katalane allein für seine aktuelle Ausstellung "Gefaltete Schönheit" im Wiener Hofmobiliendepot. Alle dort gezeigten Exponate hat Sallas aufgrund der schlechten Transportierbarkeit von Gefaltetem direkt vor Ort gefertigt.

Für eine neun Meter lange Schlange etwa waren 33.000 "Brüche" in 16 Meter Stoff notwendig. Dieser Mann kann einem schon unheimlich werden. Ist hier ein Origami-Guru oder ein fanatischer Apostel überholter Tischkultur am Werk?

Zum Glück erweist sich Sallas im Interview als sehr humorvoller Gesprächspartner. Die Leidenschaft für das Falten reicht bis in seine Kindheit zurück. Als der 1962 geborene, heute in Deutschland lebende Spanier noch ein Bub war,


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