Stadtrand?

Wien wird jetzt noch dachlawienerischer

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Haben wir hier das letzte Mal nicht vor den Gefahren gewarnt, die von den "Vorsicht, Dachlawine"-Warnschildern ausgehen, die derzeit die Gehsteige versperren und wahre Stolperfallen sind? Haben wir. Und sind dann prompt fast zu Sturz gekommen, weil - angeblich - die Feuerwehr vor einem Haus an der Hernalser Hauptstraße Ecke Bergsteiggasse offenbar aus Dachschlawinergründen mit rot-weiß-rotem Absperrband eine hübsche Kunstinstallation fabriziert hat. Sie hatte vor einem Eckhaus einen Mistkübel aufgestellt, zwischen einem Kellerfenster, einem Verkehrsschild, dem Mistkübel und wieder einem Kellerfenster einen so was von gesperrten Bereich eingerichtet (den man, nebenbei bemerkt, nur umgehen konnte, wenn man sich vor die herannahende Straßenbahn warf). Passanten hatten wohl das Absperrband niedergetreten, bis es ungefähr zehn Zentimeter über dem vereisten Gehsteig hing - ja da muss man doch drüberstolpern. Und die Dachlawine? Die lugte keck über die Dachrinne und wunderte sich, wieso die Leute da unten reihenweise fallen.


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