Prost!?

Oder darf man überhaupt Importmilch aus Japan trinken?

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Calpis

Stadtleben | aus FALTER 51/10 vom 22.12.2010

Das tägliche Glas Milch, das vor Osteoporose im Alter bewahren soll, ist aus der Mode gekommen. Milch, sagen traditionelle chinesische Medizinmänner, erzeugt zu viel Schleim. Dieses Zuviel an Feuchtigkeit im Körper schwäche das gesamte System. Interessant nur, dass die Milchproduktion in China in den letzten Jahren enorm angestiegen ist, weil man dort das darin enthaltene Kalzium als wertvoll für die Entwicklung des Organismus erachtet.

Bei uns ist wohl die kindliche Aufzucht mit Milch gerade deshalb dafür verantwortlich, dass sich die Menschen in Milchtrinker und Milchhasser teilen. Ausgenommen sind natürlich jene, die die Milch in versteckter Form - zum Beispiel im Kaffee - akzeptieren.

Man kann auch andere kulinarische Wege einschlagen, um zu seiner Ration Kalzium zu kommen, und das Milchtrauma dabei schrittweise überwinden, mit Calpis (oder auch Calpico) zum Beispiel. Es kommt aus dem fernen Japan und ist geschmacklich in etwa zu vergleichen mit Molke. Dabei werden der fettfreien Milch Laktobazillen beigefügt, der zweite Fermentationsprozess wird mit Hefebakterien in Gang gebracht. Calpis gibt es in unzähligen Geschmacksrichtungen und wird entweder als Konzentrat oder als fertig gemixtes Getränk angeboten. Sehr erfrischend und nicht zu süß ist die erweiterte Variante mit Mineralwasser oder Soda. In ausgewählten Restaurants mit asiatisch inspirierter Küche und in Fachgeschäften mit aus Japan importiertem Sortiment erhältlich. ms


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