Klingende, glänzende Geschäfte

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Das Alte-Musik-Festival Resonanzen widmet sich den Verstrickungen von Geld und Musik

Kaum hatte das späte 18. Jahrhundert den Geniekult erfunden, die bis zur Hysterie reichende Verherrlichung des nun nicht mehr die Natur nachahmenden, sondern ganz aus sich selbst heraus schaffenden Künstlers, war auch schon das passende Klischeebild in die Welt gesetzt: Der arme Poet prägt - sei’s als hungernder Tondichter, sei’s als frierender Maler - die Vorstellung vom Künstlertum von der Romantik bis in unsere Tage des in prekären Arbeitsverhältnissen lebenden Kreativen.

Dem Publikum mag diese Vorstellung als Nachweis von Authentizität gefallen - mit der Realität hat sie freilich nur bedingt zu tun. Denn natürlich ließ sich stets auch mit der Produktion von Kunst ordentlich Geld verdienen. Entgegen anders lautenden Gerüchten: Mozart war ein reicher Mann, und die Musikgeschichte kennt zumindest ebenso viele geschäftlich erfolgreiche Komponisten wie darbende Existenzen.

Einige dieser geschickten


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