Kritiken

Der King of Pop und das Peter-Pan-Syndrom

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Vielleicht wollte Michael Jackson ja wirklich nicht erwachsen werden. Vielleicht war es so wie in Simon Meusburgers Stück, in dem Jackson ein psychisch kranker Mann ist, der glaubt, Peter Pan zu sein. In "Becoming Peter Pan - An Epilogue to Michael Jackson“ erweckt der Puppenspieler Nikolaus Habjan die Figur des "King of Pop“ mit sanftem Tonfall glaubhaft wieder zum Leben. Dabei treten Jacksons Biografie und Psyche zutage, die mit Fotos und Trickfilmsequenzen - inklusive tanzender Schatten - bebildert werden. Ausreichend ist das nicht, die Inszenierung und vor allem der (englischsprachige) Text bleiben platt und gehen übers Psychologisieren der Kunstfigur nicht hinaus. Habjans gekonntes Spiel mit den lebensgroßen Puppen und die vielen Jackson-Songs schaffen es nicht, das Stück aus seiner Lethargie zu reißen.

Schubert-Theater, Sa, So, Mo, Di 19.30


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