Kritik

Im Halbdunkel geheimnisvoller Vorlagen

Lexikon | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Zeichnen kann er, der Holländer Marcel van Eeden, daran besteht kein Zweifel. Und er folgt auch einer Methode: jeden Tag eine Zeichnung, stets nach Bildvorlagen aus der Zeit vor seinem Geburtsjahr 1965, und dazu literarische Begleittexte, die aus den einzelnen Blättern eine Serie machen. In der genauen Betrachtung bleibt es aber schleierhaft, warum Bild und Text auf diese Weise kombiniert werden. Van Eedens Zeichenstil, für den er einen speziellen Kreidestift verwendet, erinnert an den Film noir; seine Sujets reichen von Reklame und Ausstellungsansichten bis hin zu Pornobildern, wobei Architektur eine wichtige Rolle spielt. Was es mit den fortlaufenden, comichaft eingesetzten Textpassagen seiner aktuellen Schau "Celia“ auf sich hat, wird vielleicht im Künstlergespräch am 18. 1. um 19 Uhr klarer. NS

Bawag Contemporary, bis 30.1.


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