"Ich wollte mich nicht verleugnen“

Politik | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Peter Kreisky (1944-2010) erzählt in seinem letzten Interview über seine Kindheit und die Übervaterfigur Bruno Kreisky

Interview: Helene Maimann

Peter Kreiskys Leben war von einem großen Dilemma geprägt: Was immer er tat oder sagte, es wurde vor dem Hintergrund seines großen Vaters Bruno bewertet. Kreisky starb am 27. Dezember an einem Herzversagen während einer Wanderung auf der Insel Mallorca.

Falter: Politikerväter sind oft sehr schwierige Väter. Sie sind viel unterwegs, haben durch ihre Position eine große Machtfülle. Wie war Bruno Kreisky als Vater?

Peter Kreisky: Er hat mir viel Spielraum gelassen, hat er doch für sich den Grundsatz seines Vaters wiederholt: Die beste Erziehung ist Selbsterziehung. Dennoch hat er manchmal ungeduldig in Details eingegriffen.

Welche Verbote gab es?

Kreisky: Er hat mir zwei Dinge verboten, die einzigen wirklichen Verbote meiner Jugendzeit, aber selbst die habe ich übertreten: Das waren Klettern in den Bergen und Autostoppen. Mein Taschengeld war


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