Grassers geheimer Steuerakt

Politik | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Die Justiz ermittelt gegen Karl-Heinz Grasser wegen Steuerhinterziehung und wirft ihm Verabredung vor

Bericht: Florian Klenk

Am 11. November des vergangenen Jahres setzte Staatsanwalt Gerald Denk ein vertrauliches Schreiben auf. Karl-Heinz Grasser sollte als "Beschuldigter im Strafverfahren“ zur Einvernahme erscheinen. Der Ex-Finanzminister habe möglicherweise "dem Inland zurechenbare Einkünfte aus ausländischen Gesellschaften bezogen“ und diese "nicht versteuert“.

"Ein Faschingsscherz“, sagt Grassers Anwalt Manfred Ainedter, als der Falter die finanzstrafrechtlichen Ermittlungen vergangene Woche öffentlich machte. Grasser habe als Manager bei Meinl rund drei Millionen Euro "sauer verdient“ und rechtmäßig in einer liechtensteinischen Stiftung angelegt. Die Beraterfirma Deloitte habe eine legale Konstruktion erarbeitet. Das Finanzamt für den ersten und 23. Bezirk sei von der Stiftung bereits 2009 informiert worden - und habe "nach eingehender Prüfung durch Stiftungsexperten“

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