Es gibt noch viele Komanis in Österreich

Politik | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

In einem neuen Buch zeigt Heinz Fronek die Grausamkeit des Asylsystems abseits des Rampenlichts

Rezension: Marion Bacher

Flüchtlingsschicksale polarisieren - vor allem dann, wenn es um Kinder geht. Groß war die Empörung, als die achtjährigen Komani-Zwillinge im November in den Kosovo abgeschoben wurden. Doch es gibt viele tragische Schicksale, von denen die Öffentlichkeit nichts erfährt.

Der 16-jährige Sami aus Afghanistan ist so ein Fall. Im Juni 2010 hatte Sami versucht, sich während seiner Schubhaft im Polizeianhaltezentrum am Hernalser Gürtel das Leben zu nehmen. Daraufhin kam er frei und verstarb wenig später in einem Pflegeheim in Niederösterreich.

Heinz Fronek gibt Sami und vielen anderen Menschen in seinem Buch "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich“ eine Stimme. Akribisch stellt der Mitarbeiter der NGO "Asylkoordination“ internationales Asylrecht dem österreichischen gegenüber. Mit Fallbeispielen beschreibt er die Ursachen für Österreichs verfehlte


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