"Jetzt kommt der Zensor“

Medien | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Der ungarische Radioredakteur Zsolt Bogár protestierte mit einer Schweigeminute gegen das Mediengesetz - und wurde suspendiert

Interview: Ingrid Brodnig

Es ist das umstrittenste Mediengesetz in Europa. Ende des Jahres beschloss die konservative Regierungspartei Fidesz das neue Gesetz und schränkte damit die Meinungs- und Pressefreiheit massiv ein. Nun muss sich Ministerpräsident Viktor Orbán international rechtfertigen, das Mediengesetz überschattet die EU-Ratspräsidentschaft, die Ungarn zu Beginn des Jahres übernahm. Auch im Inland gibt es Kritik und Demonstrationen. Zwei ungarische Journalisten, Zsolt Bogár und Attila Mong, legten im öffentlich-rechtlichen Radio eine Schweigeminute ein - und wurden suspendiert. Mit dem Falter sprach Redakteur Bogár über die Selbstzensur, die in Ungarn zunimmt, und über seine Hoffnung, dass die Regierung doch noch einlenkt.

Falter: Herr Bogár, wie kam es zu Ihrer Schweigeminute?

Zsolt Bogár: Das Parlament verabschiedete das Mediengesetz frühmorgens

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