Hornisse mit Retro-Shirt und stumpfem Stachel

Feuilleton | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Michel Gondrys Adaption von "The Green Hornet“ belegt: Das Superheldenkino braucht dringend eine Verjüngungskur

Filmkritik: Joachim Schätz

Der Kopf einer Actionfigur wird - plop! - vom Plastikrumpf gerissen und landet - klonk! - im Mistkübel. Fassungslos schaut ein dicklicher Bub und künftiger maskierter Gesetzeshüter zu, wie der strenge Vater sein Lieblingsspielzeug enthauptet.

Neben dem Kindheitstrauma von Batman, der die Ermordung seiner Eltern miterleben musste, nimmt sich dieser Vorfall eher läppisch aus. Aber so beginnt ja auch nicht irgendein Superheldenfilm, sondern eine Produktion, deren Stab gerade für die liebevolle Pflege von Nerdspielzeug bürgt: Geschrieben vom "Superbad“-Autorenduo Seth Rogen und Evan Goldberg, inszeniert vom Bastelfilmer Michel Gondry ("The Science of Sleep“) und besetzt mit Rogen als tollpatschigem Helden und everybody’s favorite Nazischurken Christoph Waltz als Widersacher, verheißt "The Green Hornet“ Fanboy-Kino hoch fünf.

Das Ergebnis


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