Out of the Dark

Feuilleton | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Das finnische Turku setzt als europäische Kulturhauptstadt 2011 auf die heilenden Effekte von Kunst und Kultur

Reportage und Fotos: Thomas Wolkinger

Anna Perälä macht es vor: Erst macht sie sich ganz groß, streckt ihre Arme weit, weit über den Kopf, atmet dabei tief ein, und wenn es nicht mehr höher geht, ihre Lungen voll sind, lässt sie die Luft langsam wieder heraus, sinkt dabei in sich zusammen, bis sie ganz, ganz klein ist. Zwei Mädchen und ein Bub, keine vier Jahre sind sie alt, haben an diesem Sonntag ins Wäinö-Aaltonen-Museum von Turku gefunden und spielen begeistert mit. Den Takt zur gemeinsamen Übung gibt eine Videoarbeit von Saara Ekström vor, die im Endlosloop über einen Monitor an der Wand läuft. "Domestic Nature Morte“ ist sie betitelt und zeigt im Zeitraffer, wie Paradeiser in einer Schale erst zu faulem Matsch zerfallen, um danach, wenn der Film rückwärts läuft, wieder zu prallem Leben zu erstehen.

Es ist eine fröhliche Übung in Sachen Vergänglichkeit,


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