Paradeiserstauden im Schatten von Wolkenkratzern

Feuilleton | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Die Schau "(re)designing nature“ befasst sich mit dem gesteuerten Zugriff von Flora und Fauna auf die zeitgenössische Stadt

Ausstellungskritik: Nicole Scheyerer

Kassel 1997: Bei der Documenta X sät Lois Weinberger auf den stillgelegten Gleisen des Kulturbahnhofs Samen unter die wildwachsenden Gräser. Das hundert Meter lange Schienenstück, das der Tiroler Künstler als Metapher für Migration mit Samen aus Südosteuropa begrünt, zählt schnell zu den beliebtesten Arbeiten.

New York 2009: Auf einer verlassenen Hochbahntrasse in Lower Manhattan wird das erste Teilstück der Parkanlage "High Line“ eröffnet. Die Benützer des Hochgartens schätzen besonders die Sonnendecks, den neuen Ausblick auf den Hudson River und die Bepflanzung, die sich an der bereits ursprünglichen Vegetation orientierte.

Es ist gewiss kein Zufall, wenn sich künstlerische und architektonische Ideen für die Wiedergewinnung von verlassenen Stadtflächen ähneln. Im Künstlerhaus präsentiert nun die Ausstellung


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