Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

... dass die Elefanten im Tiergarten Schönbrunn den Christbaum des Schlosses aufgegessen haben. Die stets auf gute PR-Gags bedachten Zoois sagen, das Elefantenbaby Tuluba habe mit dem Baum beim Mampfen gespielt. Und das Kauen der Äste diente der Zahnpflege. Vielleicht lässt sich der kleinmaßstäbige Hauschristbaum ja an Kaninchen verfüttern.

… dass der Kindergarten im Stadtpark abgerissen wird. Das 1949 errichtete Gebäude wird durch einen von Martin Kohlbauer entworfenen Neubau ersetzt. Das neue Haus wurde als "offener Kindergarten“ konzipiert, das heißt, die Kinder können sich im ganzen Gebäude frei bewegen. Nach dem entsprechenden Beschluss des Gemeinderats kommen die Bagger.

… in Notfällen die Nummer 112 zu wählen ist. Die sogenannte Euro-Notrufnummer funktioniert in den meisten europäischen Ländern, und sogar auf Handys, die keinen Empfang und keine Sim-Karte haben. Vor grantigen Beamten fürchten müssen sich auch jene nicht, die in Brand geratene Christbäume und in Reißverschlüsse eingeklemmte Penisse auf Slowenisch oder Türkisch melden. Die Anrufe werden in ihrer Muttersprache beantwortet.

... dass die Wiener Linien täglich 4,5 Mal um die Erde fahren. U-Bahnen, Autobusse und Straßenbahnen legen jeden Tag nämlich 181.000 Kilometer zurück. Das entspricht 4,5 Mal der Wegstrecke des Erdumfangs von 40.000 Kilometern. Wie erinnern uns, wie lange der englische Decadent Phileas Fogg brauchte, um in Jules Vernes Roman "In achtzig Tagen um die Welt“ einmal die Runde zu schaffen. Aber der reiste auch nicht mit dem 13A und der U4, sondern mit durch Segel beschleunigten Schlitten und Raddampfern.


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