Von Gratisrad bis autofrei: was bisher zwischen Rot und Grün geschah

Stadtleben | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Hundert Prozent Opposition waren die Wiener Grünen auch vor dem Regierungsantritt vor sechs Wochen nicht. Schon seit einem Jahrzehnt arbeiteten sie mit der absolut regierenden SPÖ bei rund 40 verschiedenen Vorhaben zusammen. Treibende Kräfte waren damals Parteichef Christoph Chorherr auf der grünen und der damalige SPÖ-Klubchef und heutige Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch auf roter Seite.

Eines der Projekte, das sogar international Lob einheimste und von anderen Städten kopiert wurde, war das Citybike - wenn auch nach großen Anlaufschwierigkeiten, weil sich die erste Tranche der Räder (jene ohne Bankomat-Karte) zuweilen im Donaukanal und auf rumänischen Lastwägen wiederfand. Ebenfalls erfolgreich ist seit 1999 Wiens autofreie Siedlung in Floridsdorf. In den Wohnblocks sind Wohnzufriedenheit wie Geburtenrate gleichermaßen hoch.

Weitere Projekte waren etwa Europas größtes Biomassekraftwerk in Simmering und der 2005 gegründete partizipative Fernsehsender Okto. Erst kurz vor der Wienwahl im Oktober wurde schließlich das letzte rot-grüne Projekt vollendet: der "Wiental-Highway“ für Radfahrer am Wienfluss. Nach demselben Konzept soll auch der geplante Radweg in der Brigittenau entstehen (siehe unten).


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