Der Balkan-Blues im Gärtopf

Stadtleben | aus FALTER 02/11 vom 12.01.2011

Die fetten Tage sind vorbei! Deshalb serviert unsere Autorin diesmal auch Sauerkraut

Gericht, Bericht & Fotos: Irena Rosc

Jetzt nach den Feiertagen rollen die Köpfe. Krautköpfe, ein geradezu impressionistisches Gemüse, auch Weißkohl, Krut, Kupus, Kabis, Kaps oder Zelje genannt. Jede Sprache produziert ihre eigene Melodie bei der Benennung dieses Gemüses. Vom Balkan bis nach Russland wird es als gesunde Winterkost geschätzt. Die polnische Küche ist ohne Kraut undenkbar.

Sauerkraut selbst machen ist einfach: Biokrautköpfe vom Strunk befreien und feinst hobeln, im Gärtopf oder Holzbottich Schicht für Schicht salzen und feststampfen, nach Belieben mit Kümmel, Wacholderbeeren oder Pfefferkörnern würzen, mit Steinen beschweren. Im Gärtopf findet die sogenannte Milchsäuregärung statt. Es entstehen keine unangenehmen Gerüche, und das luftdichte Abschließen mit Deckel und Wasserrinne verhindert Schimmelbildung. Wenn der Gärvorgang eingesetzt hat, in einem kühlen Raum weitergären

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